ME/CFS – Psychologische Begleitung
Warum „kleine Dinge“ manchmal viel kosten
Menschen mit ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis / Chronic Fatigue Syndrome) erleben häufig eine deutliche Verschlechterung ihrer Symptome nach Belastung. Dieses Phänomen wird Post-Exertional Malaise (PEM) genannt.
Dabei geht es nicht nur um körperliche Aktivität. Auch geistige oder soziale Anstrengung kann zu einer deutlichen Verschlechterung der Symptome führen.
Tätigkeiten, die für andere selbstverständlich erscheinen, können für Menschen mit ME/CFS daher sehr belastend sein, wie etwa:
- Autofahren
- Hausarbeit
- Einkaufen
- Schreiben von E-Mails
- längere Gespräche oder Termine
Aus diesem Grund werden Belastungsmanagement und eine strukturierte Planung des Alltags zu wichtigen Bestandteilen im Umgang mit der Erkrankung.
Psychologische Unterstützung bei ME/CFS
ME/CFS beeinflusst häufig Konzentration, mentale Belastbarkeit und Alltagsstruktur.
Eine strukturierte psychologische Begleitung kann helfen, Stabilität aufzubauen, individuelle Grenzen besser zu verstehen und Rückschläge zu reduzieren.
Meine Arbeit orientiert sich an einem dreistufigen Vorgehen:
1. Diagnostik und Einordnung
- Abklärung von Konzentration, Aufmerksamkeit und kognitiver Belastbarkeit
- Einschätzung mentaler Ermüdbarkeit
- individuelle Analyse von Belastungsmustern und Auslösern
2. Stabilisierung
- Entwicklung von Pacing-Strategien
- Strukturierung des Alltags
- Emotions- und Stressregulation
- Strategien im Umgang mit „Brain Fog“
3. Aufbau und Anpassung
- vorsichtige Erweiterung der Belastbarkeit
- Training von Aufmerksamkeit und Exekutivfunktionen
- Begleitung bei beruflicher Wiedereingliederung
